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Ritterspiele auf der Falun Mine. Photographer: Katarina Widén

Geschichte

Es war einmal, so heißt es, ein Ziegenbock namens Kåre, der eines Tages mit von kupferreicher Erde rotgefärbten Hörnern von seiner Waldweide heimkehrte. So mag sie einst entdeckt worden sein, die enorme Kupferlagerstätte, die Falun jahrhundertelang geprägt hat. Wann dies geschah, wissen wir nicht genau, doch es gibt Belege dafür, dass in Falun 1000 Jahre lang Erz abgebaut wurde.

Der Name Falun stammt wahrscheinlich von ”fala ån”, dem „bleichen Fluss“. Am Ufer des Flusses wuchs dann im 14. Jahrhundert ein Marktplatz heran, der Falan genannt wurde. Während der Kupferabbau ständig zunahm, wuchs der Ort zur Stadt heran und erhielt 1641 von Königin Kristina die Stadtrechte zugesprochen. Das Kupfererz von Stora Kopparberget hatte eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung Schwedens zu einer Industrienation und Großmacht. Das Unternehmen wurde für den Bergbaubetrieb bereits im 13. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Forstindustriekonzerne, dem heutigen Stora Enso. Der Bergbau erlebte im 17. Jahrhundert zwar seinen Höhepunkt, war aber noch bis 1992 in Betrieb. Falun wurde 1761 von verheerenden Bränden heimgesucht, die die drei Arbeiterstadtteile Elsborg, Östanfors und Gamla Herrgården aber überstanden haben. Dort können wir heute ein gut erhaltendes Holzstadtmilieu bewundern, das heute zum Welterbe gehört und über 300 Jahre alte Gebäude enthält. Durch das Bergwerk sind auch noch zwei andere bekannte Falun-Produkte entstanden. Die Anstreichfarbe Falurot, die aus dem roten Erdreich vom Bergwerk produziert wird sowie die Fleischwurst Falukorv, die man aus dem Fleisch der Ochsen herstellte und deren Haut zu Lederseilen für den Bergwerkbetrieb verarbeitet wurde.

Falun konnte sich im letzten Jahrhundert stark als Sportstadt profilieren, wobei die Betonung auf Wintersport lag. In Falun wurden unter anderem mehrfach Ski-Weltmeisterschaften ausgetragen und hier liegt auch das Reichsskistadion im Anschluss an die Sportanlage Lugnet.

 
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